Über uns

Was mit dem Wunsch begann, Grafik und Schmuck zu verbinden, ist heute ein Label mit ganz eigener Facette — geprägt von klaren Linien, durchdachter Gestaltung und feinen Details.

      Lerne die Gründerin Alexandra Schwarzwald kennen — den kreativen Kopf hinter Fine Principles.

Mit einem scharfen Blick fürs Detail und einem visuellen Vokabular, das die Sprache der Geometrie und des Rasters spricht, nutzt Alexandra das Potenzial von Falttechniken und kreiert facettenreichen Schmuck nach einem akribischen Ordnungsprinzip.

Aber fangen wir von vorne an. Nach ihrem Abschluss in Kommunikationsdesign BA entdeckte Alexandra 2016 ihr Interesse für die Schmuckherstellung. Sie verlagerte ihren Schwerpunkt von der Grafik auf das Objektdesign und begann mit der Herstellung von Wachsmodellen von Hand. Seit Beginn ihrer Reise ging sie systematisch an ihr Studium heran. So beschäftigte sie sich mit Facetten und deren Auswirkungen auf verschiedene Dimensionen.

Alexandra war auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Schmuckgestaltung und tauchte daraufhin in die Welt des digitalen Faltens ein. Durch ihre neu entdeckte Begeisterung für die 3D-Modellierung verlagerte sie ihren Fokus von der analogen Wachsarbeit hin zur digitalen Gestaltung, in der sie großes Potenzial erkannte.

Im August 2021 legte sie eine kreative Pause ein und begann, Formen zu erforschen, die aus unterschiedlichen Faltrastern entstehen. Nach monatelangem Testen und Prototyping war ihre erste Kollektion, die ‚Serie XF‘, schließlich bereit, der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Die Premiere fand im Oktober 2022 auf der Designmesse BLICKFANG in Hamburg statt, wo der Schmuck erstmals gezeigt wurde.

Nachhaltiger Schmuck von Fine Principles — Berliner Marke der Gestalterin Alexandra Schwarzwald mit minimalistischem Design und transparenter Herstellung.

      Ein Prinzip, so alt wie die Natur — Falten.

Der Begriff ‚falten‘ ist fest in unserer Sprache verankert — laut DWDS (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache) tauchte das altdeutsche Wort ‚faldan‘ erstmals um 800 n. Chr. auf und entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrhunderten von ‚valten‘, ‚valden‘ hin zu ‚vōlden‘, im 9. Jahrhundert. von ‚faldōn‘, ‚faltōn‘ hin zu schlussendlich ‚falten‘. So waren gleichermaßen verschiedene Bedeutungen wie ‚krümmen’, ‚verschränken‘ oder ‚sich umbiegen‘ im Umlauf.

Falten hat vielschichtige Bedeutungen und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Produkt der Natur. Im Laufe der Evolution haben sich Landschaften gefaltet, ebenso wie Blätter, Blüten, Knospen, Muscheln, Schneckenhäuser, Pilzkappen und Insektenflügel. Auch wir selbst tragen diese Faltungen in uns — auf unserer Haut und bis tief in unser Inneres hinein, in Form der schraubenförmigen Doppelhelix der DNA.

Bis heute übt das Falten eine anhaltende Faszination aus — auf Wissenschaftler, Ingenieure, Mathematiker, Pädagogen, Künstler, Designer oder Hobbyisten jeden Alters. Dabei geht es längst nicht nur um das Knicken von Papier. Falten lässt sich von einer Dimension in zwei und drei Dimensionen übertragen und ist unabhängig vom Material. Es wird zu einer gemeinsamen Sprache zwischen Natur, Wissenschaft und Gestaltung — eine stille Logik, die sich immer wieder neu entfaltet.

Fassade dieses Hochzeitszentrums, entworfen von Hironaka Ogawa & Associates, Japan. Aus dem Buch “Complete Pleats — Pleating Techniques for Fashion, Architecture and Design” von Paul Jackson.

      Inspiriert von den Ansätzen Paul Jacksons — seines Falten-Universums.

Seit 1983 ist Paul Jackson ein professioneller Papierfalter, Papierkünstler, Papieringenieur, Autor und Lehrer — spezialisiert auf Origami und die Kunst des Faltens. Darüber hinaus wagt er sich in andere Welten und erforscht Faltungen in Pädagogik, Mathematik, Physik, Musik und natürlich in der Natur.

Bis heute hat Paul Jackson über 40 Bücher geschrieben und Studenten in Designbereichen wie Architektur, Mode, Keramik, Schmuck, Produktdesign und Textilien an mehr als 80 Universitäten und Hochschulen in 13 Ländern unterrichtet.

Gemeinsam mit seiner Frau, der israelischen Origami-Künstlerin und Pädagogin Miri Golan, gründete er das Projekt ‘Folding Together’ und rief das Programm ‘Origametria’ ins Leben, das Origami zur Vermittlung von Geometrie nutzt. Seit 2018 wurde es vom israelischen Bildungsministerium in den nationalen Lehrplan für Mathematik aufgenommen.

Inzwischen lernen mehr als 30.000 Kinder im Grundschulalter jede Woche Origami, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken, aber auch um ihre motorischen Fähigkeiten, ihre Hand-Augen-Koordination, ihr logisches Denken, ihre Konzentration, ihre Ästhetik, ihre dreidimensionale Wahrnehmung und die Grundlagen der Geometrie zu entwickeln.

„Wenn Musik hörbar gemachte Mathematik ist, ist Origami sichtbar gemachte Mathematik.“ — Paul Jackson

      Serien strukturieren die Kollektionen, IDs benennen die Produkte.

Die Serie XF basiert auf der Falttechnik der ‚X-Form‘. Wie der Name bereits andeutet, entsteht dabei ein wiederkehrendes Muster aus Dreiecken, die sich zu aufeinanderfolgenden, X-ähnlichen Strukturen fügen.

Die Serie DX knüpft an dieses Prinzip an und entwickelt es weiter. Das zugrunde liegende Raster wird verschoben und gespiegelt, wodurch eine neue, eigenständige Geometrie entsteht. Ein feines Zusammenspiel aus Dreiecken, gebildet aus doppelten X-Strukturen, vermittelt zugleich Bewegung und Balance.

Jedes Stück ist durch eine individuelle ID gekennzeichnet, die sich aus einem Zahlen- und Buchstabencode zusammensetzt. So steht beispielsweise die Kennung ‚XFCE642S‘ für die Serie ‚X-Form‘, die Kategorie ‚Kreisohrring‘, die Anzahl der Facetten ‚64‘, die Materialstärke ‚2‘ sowie die Größe ‚S‘.

Diese gestalterische Flexibilität eröffnet ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten — die unterschiedlichen Raster entfalten jeweils ihren eigenen Rhythmus und eine charakteristische visuelle Textur.